Die nächtliche Ruhe ist ein sehr wichtiger Faktor in meinem Alltag. Die Jahre mit Kleinkind, das Leben in der hektischen Innenstadt und das viele Reden im Beruf haben mich geprägt. Ich brauche meine tägliche Erholung und dies verlässlich. Tiefer und regelmäßiger Schlaf verschafft mir Kraft für den nächsten Tag und gibt mir Lebensqualität. Nur richtig erholt kann ich meine Aufgaben erledigen und mit Freude dabei bleiben.

 

Seit mein Partner mit dem Schnarchen angefangen hat, gab es für mich leider keine erholsamen Nachtruhe mehr. Das Einschlafen wurde für mich zunehmend unmöglich. Mit leisen oder lauten Schlafgeräuschen an meiner Seite wurde es immer schwieriger mich fallen zu lassen. Ich konzertierte mich auf die lauten Atemgeräusche, konnte nicht mehr abschalten. Es gab Momente, da hätte ich richtig aus der Haut fahren können. Ich steigerte mich rein, schubste ihn, schrie ihn an, drehte mich ewig ruhelos hin und her. Es half leider nichts. In völliger Erschöpfung gelang mir manchmal das Einschlafen erst tief in der Nacht. Nach 3 bis 4 Stunden Schlaf war meine Nacht leider schon wieder rum und die Laune entsprechend. Völlig übermüdet und frustriert musste ich meinen Alltag bewältigen.

 

Noch schlimmer wurde es, wenn ich mitten in der Nacht plötzlich durch ein lautes Knattern aus dem Schlaf gerissen und am Durchschlafen gehindert wurde. Einmal eingeschlafen erhoffte ich mir sehnlichst geruhsame Zeit. Doch ging die Geräuschkulisse plötzlich los, gab es nur noch zischende, rasselnde, röchelnde Laute ohne Hoffnung auf Nachtruhe. Einmal geweckt war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr an Schlaf zu denken. Das Crescendo dieser Geräusche war nicht zu bändigen. Kurze Ruhemomente nach einem heftigen Seitenstoß hielten nicht lange an. Anschließend ging es noch lauter los. In solchen Situationen waren meine Nächte noch grauenvoller und kürzer. Wenn ich zwischen 24 und 1 Uhr geweckt wurde, reduzierte sich meine tägliche Erholungszeit auf 2 bis 3 Stunden – auf Dauer ein unerträglicher Zustand!

 

Hinzu kam, dass es auch meinem Partner zunehmend schlechter ging. Seine nächtliche Erholung ließ auch nach, sein Alltagsbefinden war ebenfalls entsprechend, die Streitgespräche nahmen zu. Unsere Beziehung litt sehr daran. Obwohl mir ein gemeinsamer Schlaf sehr wichtig ist, musste mein Partner auf die Couch oder ins Gästezimmer weichen. Dadurch fehlte uns auch die notwendige Nähe als Paar. Ich machte ihn allein dafür verantwortlich.

 

Das gute an diesen Erfahrungen: Er merkte nach einiger Zeit, dass sich dringend was ändern musste, falls wir als Paar zusammenbleiben möchten. Er fing an im Internet nach Ursachen und Lösungen zu recherchieren und Produkte zu bestellen.

 

Am Anfang kam ein einfaches Nasenpflaster mehrmalig zum Einsatz. Eine Verbesserung im Schlaf- und Schnarchverhalten wurde nicht bemerkbar. Ein Nackenkissen wurde angeschafft, um die Schlafposition zu erhöhen. Dieses Mittel zeigte schon eine Teilwirkung. Mein Partner bekam besser Luft und somit gab es auch ab und zu auch stille Momente, falls er die Position einhalten konnte. Mit einem Nasenspray versuchte er den Effekt zu verstärken und abends die Atemwege zu befreien. Die etwas teurere Schnarchschiene kam leider nicht wirklich zum Einsatz, da der Speichelfluss so erhöht war, dass ein Tragen unmöglich wurde. Plötzlich stieß er auf das für uns lustigste Produkt: die Elektroschocker-Uhr. Diese verteilte fleißig Stromschläge nach jedem Schnarchgeräusch. Die Intensität konnte eingestellt werden. Auch hier blieb bei uns der Erfolg aus. Mit Sprech- und Singübungen trainierte er täglich den Gaumensegel. Hier gab es auch Teilerfolge aber noch keine verlässliche Nachtruhe.

 

Eines Tages entdeckte er den Sleepring, den Akupressurring gegen Schnarchen. Ab diesem Abend kehrte bei uns wieder die nächtliche Ruhe ein und dies verlässlich. Als er diesen kleinen Ring angelegt hat, wurden nicht nur seine Atemwege durch die Akupressur freier, sondern er hörte auf zu schnarchen. Jeden Abend legt er seit etwa einem Jahr diesen Ring kurz vom Schlafengehen an und unsere Nächte sind ruhig und erholsam. Für ihn und für uns war die Kombination Sleepring und Nackenkissen die definitive Lösung. Seitdem schlafen wir zufrieden ein und wachen ebenso auf – beide erholt und glücklich. Durch die tägliche Belastung ist zwar ein Ring schon gebrochen, aber die Anschaffung eines neuen Ringes stellt für uns kein Problem dar, denn schließlich gibt es eine verlässliche Lösung gegen Schnarchen und das ist das Wichtigste!

 

Und wenn das Schnarchproblem nun gelöst ist, tun sich wahrscheinlich bald andere auf. Mal sehen für was es noch alles einen Ring gibt ;)

 

PS:  Mit der Akupressurtechnik konnten wir inzwischen auch gegen Kopfschmerzen und Erkältung ankämpfen. Vielen Dank!

Im REM-Schlaf wird unser Gehirn plötzlich wieder lebendig. Die Hirnwellen werden so schnell, als seien wir wach. Auch Herzschlag und Atmung gleichen denen eines wachen Menschen. Der Blutdruck steigt und Männer bekommen eine Erektion, auch wenn sie keine erotischen Träume haben. Da auch die Klitoris der Frau erigiert ist, scheint jetzt die beste Zeit für die Liebe, wenn man nur nicht schlafen würde. Die Augäpfel bewegen sich äußerst heftig unter den Lidern. Die Bewegungen scheinen umso intensiver, je gefühlsvoller die Träume sind. Glücklicherweise liegen wir trotzdem still im Bett, da unsere Muskeln betäubt sind. Diese Muskelatonie (Schlaffheit) schützt uns davor, unsere abenteuerlichen oder unsinnigen Träume vielleicht in die Tat umzusetzen. Da Schnarchen auch von der Erschlaffung der Muskel begünstigt wird, erklärt sich daraus vielleicht die Tatsache, dass in der Traumphase besonders intensiv geschnarcht wird.

Früher nahm man an, dass im Schlaf die Körperfunktionen einfach von „aktiv“ auf „passiv“ umgeschaltet werden, stimmt längst nicht mehr. Seitdem der deutsche Psychiater Hans Berger der EEG 1929 entwickelt hat. 1937 zeichnete der amerikanische Forscher erstmals damit Hirnstörme auf Schlafenden auf. Seitdem ist sicher, dass Schlaf ein hochaktiver rhythmischer Prozess, der nach festen Regeln abläuft, ist. 1953 maß ein amerikanischer Student in seiner Wache im Schlaflabor erstmals die typischen Augenbewegungen von Schläfern. Er machte damit klar, dass es neben den ruhigen Schlaf auch eine aktiven gibt. In der aktiven Traumphase wird unter den geschlossenen Lidern heftig mit den Augen gerollt. Dementsprechend nannte man diese sensationelle Entdeckung REM (Rapid Eye Movement), den dazugehörigen Schlaf REM-Schlaf, den übrigen NREM (Nicht-REM-Schlaf). Heute unterscheiden wir in 5 verschiedene Phasen: Traumschlaf (REM) und 4 unterschiedlich tiefe NREM-Stadien.

Schlaf und Stimmung stehen in einer engen Beziehung. Schlafen wirkt sich auf die Stimmung aus und die Stimmung wiederum beeinflusst den Schlaf.

Durch Schlafstörungen können Müdigkeit und Konzentrationsstörungen hervorgerufen werden und sie kann zu Depressionen führen. Depressionen können aber auch die Ursache von Schlafstörungen sein, die sich oft in übermäßigem Schlafbedarf ausdrücken. Bei solchen Schlafstörungen müssen die Ursachen bekämpft werden.

Schlaf bringt Erholung für Körper und Geist. Der Organismus schaltet auf der einen Seite den Stoffwechsel einen Gang zurück, im Gegensatz dazu schuften seine Reparaturmechanismen auf Hochtouren. Wachstumshormone bauen Muskelkraft und Knochendichte auf, Reparaturstoffe durchsetzen die Haut, das Immunsystem bekommt neue Kraft. Das Gehirn speichtert die Eindrücke des Tages und steckt sie in passende Schubladen, das Nervenkostüm stabilisiert sich wieder.

So gut wie alle 90 Minuten verändern sich Phasen von so genanntem REM-Schlaf und Tiefschlaf ab. „REM“ steht für Rapid Eye Movement (= schnelle Augenbewegung). Die schnelle Augenbewegung hinter geschlossenen Lidern zeigt den Traumschlaf an. Im Lauf der Nacht werden die Tiefschlafphasen kürzer, der Traumschlaf länger. Für die nächtliche Erholung sind die Tiefschlafphasen entscheidend. Wer eine schlaflose Nacht hatte, wird in der darauf folgenden Nacht längere und mehr Tiefschlafphasen haben – der Körper holt sich automatisch die Erholung zurück.

Schlafen ist ein Grundbedürfnis, das wir noch regelmäßiger stillen müssen als Essen und Trinken. Schon eine einzige völlig schlaflose Nacht steckt uns in den Knochen. Längerer Schlafentzug zehrt den Mensch körperlich und geistig völlig aus. Die Rekordhalterin im Guiness-Buch war vermutlich 19 Tage lang wach und hatte nachdem verübergehend starke körperliche und geistige Ausfallerscheinungen. Die längste wissenschaftlich begleitete Wachzeit hatte ein Student Mitte der 60er-Jahre mit elf Tagen. Er litt am Ende unter schweren Halluzinationen, erholte sich aber in wenigen Tagen völlig.

Über längere Zeit können wir unseren Schlafbedarf nur schwer über- oder unterschreiten. Eine Stunde Schlaf weniger als benötigt und dies für eingie Nächte, hinterlässt während des Tages ein Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung. Dagegen schläft man aber schlechter und wacht häufiger auf, wenn man die persönliche optimale Schlafzeit über längere Zeit hinweg um eine Stunde überzieht. Für eine erholsamen Schlaf ist nicht nur die gesamte Schlafdauer von Bedeutung, statt dessen auch wie gut man durchschläft. Versuche mit erzungenen Schlafunterbrechungen haben gezeigt, dass es die Erholsamkeit des Schlafs beeinflusst, wenn man die Testpersonen immer wieder stört.

Demgegenüber ist es üblich, dass wir nachts bis zu 30-mal kurz aufwachen. In der Regel bekommt man das gar nicht mit. Bedenklich wird es, wenn diese Wachphasen länger als drei Minuten andauern, fand Schlafforscher Jürgen Zulley heraus. Das Schlimme dabei ist nicht, dass man aufwacht, sondern dass man sich darüber aufregt, schon wieder wach zu sein. Dann klappt das Einschlafen nicht mehr.

Die normale Schlafdauer gibt es nicht. Überwiegent bestimmen Erbanlagen den Schlafbedarf. Erwachsene schlafen im Schnitt sieben bis acht Stunden. 7,5 Stunden gelten als ideale Schlafdauer – sie verspricht das längste Leben.

Es gibt aber auch Menschen, die sich schon nach fünf Stunden Schlaf ausgeruht fühlen, während andere über zehn Stunden benötigen, um tagsüber frisch zu sein. Schlafforscher sind der Ansicht, dass das alleinig wichtige Kriterium für genug Schlaf ist, ob jemand sich tagsüber frisch und ausgeruht fühlt.